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Die Neueröffnung der Woche

Bar Chroma: Im besten Sinne unprätentiös

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Hinter dicken Samtvorhängen versteckt sich in der Gutleutstraße seit neuestem die Bar Chroma. Mit kleiner, ambitionierter Karte werden asiatisch inspirierte Drinks serviert, die Gastlichkeit und der Austausch in familiärer Atmosphäre sollen aber im Vordergrund stehen.

Julius Opatz /

Nach dem Betätigen der kleinen Klingel in der Gutleutstraße 17 öffnet sich die Tür zum gediegenen Innenleben der neueröffneten Bar Chroma, wo es fernab vom Trubel des Bahnhofsviertels wirkt, als würde man das Zuhause von Gründer und Inhaber Long Tran betreten. Im abgedunkelten Raum mit warmem Licht serviert das Team in diversen gemütlichen Sitzecken und am Tresen zwölf eigene Cocktail-Kreationen, als auch Klassiker. „Ich muss nicht unzählige Komponenten oder Verfahren erklären. Wir arbeiten mit spannenden Zutaten für ein rundes Ergebnis im Glas“, erzählt Tran, der auf seiner ersten Karte „Back to the roots“ mit asiatischen Zutaten seine Wurzeln aufgreift und beispielsweise mit Thai-Basilikum und Nelke den Klassiker London Buck mit einem Twist versieht.

Eine der legendären „Kinly Boys“-Bomberjacken schmückt die Wand hinter der Bar. Neben dem Tribut an die vorletzte und prägendste Station Trans in der damals einflussreichen Kinly Bar, hängt auch ein schlichtes, schickes Kurzarmhemd, was der aktuelle Dresscode vom Team im Chroma ist. „Es ist eine neue Ära, mein eigenes Projekt, mein eigenes Team“, sagt Tran, dem es wichtig sei, seine Erfahrung und Leidenschaft besonders im Umgang mit den Gästen weiterzugeben. „Im besten Fall, kommen die Leute wegen dir“, sagt er über den Bartender-Beruf. Der Name Chroma, griechisch für Farbe, beschreibt nach Tran auch die Symbiose zwischen Gästen und Bartender, die ihm wichtig ist. „Ich sehe uns als Künstler, wir brauchen die Farbe“.

Die Klingel und ein Gastgeber an der Tür suggerieren im ersten Moment vielleicht Exklusivität, einen Dresscode gebe es aber nicht. „Die Gäste sind bei mir Zuhause“, führt Tran aus. Mit großen Sesseln, kleinen Sitzecken, Holzelementen und einer mit Kunstdrucken behängten Wand, ist man verborgen vom schrillen Bahnhofsviertel und doch an prominenter Lage mitten im Geschehen. Das dürften auch Gastronomie-Kolleginnen und –Kollegen schätzen, für die Tran auch montags und sonntags geöffnet hat. Aber auch sonst ist jeder eingeladen, der den engen Umgang mit dem Barpersonal schätzt oder einen gediegenen Platz sucht, um vor, an oder nach einem langen Abend einen Drink zu sich zu nehmen. Wenn es denn bei einem bleibt.

Info
Bar CHROMA, Bahnhofsviertel, Gutleutstraße 17, So/Mo 19-01 Uhr, Do-Sa 19-02 Uhr, Di/Mi Ruhetage

Julius Opatz
Julius Opatz
Jahrgang 2002, seit 2024 beim JOURNAL FRANKFURT.
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