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Fatto a mano

„Wer das Essen liebt, der liebt auch das Leben“, schreibt Lorena Autuoris in fatto a mano. Das schmucke Kochbuch ist das Ergebnis einer Kooperation mit Herbert Grönemeyer und Produzent Alex Silva, die Autuoris bei Studioaufnahmen mit umbrischen und süditalienischen Spezialitäten versorgt hat.

Biste richtig down, brauchste wat zu kau`n, sang Herbert Grönemeyer 1982. Vierzig Jahre später singt Grönemeyer nicht nur über Essen, sondern ist auch an seinem ersten Kochbuchprojekt beteiligt. Produziert man nebenbei ein neues Album dreht sich so einiges um die Kulinarik. Auf der Suche nach Raum und Ruhe zog es Grönemeyer mit seinem Produzenten, Alex Silva, zur Produktion seines neuen Albums in ein Haus, ins norditalienische Umbrien. Für den Aufenthalt waren die beiden auf der Suche nach einer Köchin, die für das leibliche Wohl zwischen Tonstudio und Lyrics sorgen sollte. So lernten Grönemeyer und Silva schließlich Lorena Autuoris kennen. Gemeinsam mit ihrer Tochter ist sie Betreiberin eines Restaurants, organisiert Kochkurse und arbeitet auch als Privatköchin.



Musik und Kochen liegen sehr nah beieinander, man muss kein Profi-Musiker sein – so heißt es im Buch. Was für die Bühne gilt, gilt auch für die Küche, die Liebe zum Detail und die Leidenschaft zählt. Denn sowohl Kochen als auch Musik sind Handarbeit. Bei Grönemeyer und Silva kamen immer häufiger Fragen auf: Wie hast du das gemacht? Gibt es ein Kochbuch von dir? – Die Antwort von Autuoris: Bis jetzt noch nicht!



Gesagt getan, zusammen mit Grönemeyer und Silva ist Fatto a mano entstanden. Ein über 200 Seiten langes Kochbuch mit Rezepten und Tipps für die Küche, Lebensweisheiten und zahlreichen Rezepten aus der italienischen Küche. Was muss man für die beste Tomatensauce beachten? Wie gelingt die beste Gemüsebrühe? Basics über Mehl, wie man daraus Pasta macht, Wissenswertes über hochwertiges Olivenöl und alles, was man über Mozzarella wissen muss. Gepaart mit Geschichten über Autuoris, Silva und Grönemeyer bekommt das Kochbuch insgesamt einen sehr persönlichen Anstrich. Die Rezepte sind stets einfach verständlich und meist in kurzen Sätzen aufgeführt, inklusive benötigter Zutaten und Mengenangaben, in der Regel ausgerichtet für vier Personen.



Tradition und kulturelles Gut der italienischen Küche ist die Aperitivo-Kultur, denn Autuoris kennt sich auch mit Drinks aus. Die Idee dahinter: Vor dem Abendessen den Appetit anregen, ohne diesen zu ruinieren; ein echter Aperitivo ist nie zu üppig. Rezepte für Aperol Spritz, Campari Soda und weitere Ideen lassen sich im Kochbuch finden. Den Auftakt von fünf Kategorien macht die Vorspeise, besser bekannt als Antipasti. Manche Rezepte, so simpel wie Crostini mit Kräuterschmalz, aber auch ausgefallenere Rezepte wie Oktopussalat mit Kartoffeln und Sellerie sind aufgeführt.



Mit dem Zwischengang, auf Italienisch Primi, werden gleich auf den ersten Seiten Pasta-Rezepte aufgeführt – ob mit Bohnen oder sogar mit Kartoffeln. Aber auch verschiedene Risotto-Gerichte sind enthalten: Was hierzulande als Hauptspeise gilt, isst man etwas weiter südlich nur als Appetit-Macher. Mit Secondi folgen deftige Rezepte und die eigentlichen Hauptspeisen. Meist sind es Fleisch- oder Fischgerichte wie etwa Lammkeule aus dem Ofen, Hackbraten gefüllt mit Spinat und Mozzarella oder Wolfsbarschfilet mit Kartoffeln und Basilikumöl. Aber auch Vegetarier werden mit Gerichten wie Caponata, ein Gemüsegericht aus der sizilianischen Küche, bedient. Mit Dolci folgen die Dessert-Rezepte wie klassisches Tiramisu, Erdbeer-Tiramisu oder auch Ausgefalleneres, wie ein Rezept für Schokoladen-Salami.



Mit Fatto a mano hat Lorena Autuoris eine Reihe von italienischen Rezepten für Grönemeyer und Silva gesammelt. Egal, ob Fleisch, Fisch oder vegetarisch, dank der Geschichten, Zitate und den farbenfrohen Fotos bekommt man als Lesender direkt Lust, die Rezepte zu kochen und die kulinarische Handarbeit einmal selbst auszuprobieren.



Fatto a mano von Lorena Autuoris, Herbert Grönemeyer und Alex Silva ist im at Verlag erschienen und für 32 Euro erhältlich.

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