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Mit Peter Hromek auf dem Holzweg

Kaum ein Mensch würde schon in früher Jugend auf die Frage nach seinem Traumberuf „Pfeffermühlenbauer“ antworten. Drechsler vielleicht schon eher, doch dem 1947 in der Tschechischen Republik geborenen Künstler Peter Hromek war der gerade Weg zum Erfolg offensichtlich viel zu langweilig.

Bereits in der Kindheit leidenschaftlicher Sammler außergewöhnlicher Holzstücke, Äste oder Wurzeln, bearbeitete Hromek diese meist leicht zu figürlichen Darstellungen oder Schmuckstücken. In der Grundschule eher erfolglos, bereitete ihm die anschließende Lehre als Feinmechaniker ungeheueren Spaß: Praktische Arbeiten, die Fingerfertigkeit abverlangten, waren sein Metier! 1969 verließ er schließlich die Tschechische Republik in Richtung Bundesrepublik und wandte sich bald dem Instrumentenbau zu. Sein erstes Instrument war eine amerikanische Mandoline, dieser folgte dann der Bau akustischer Stahlsaitengitarren. Bald hörten auch namhafte Gitarristen von den Meisterinstrumenten und gehörten zur regelmäßigen Kundschaft, dennoch sicherten zu dieser Zeit eher Reparaturen den Broterwerb. Nach einigen Jahren schrieb Hromek ein Buch über den Bau von Gitarren, doch die  hierdurch erhoffte größere Publizität für seine Instrumente blieb aus und er gab den Beruf schließlich auf.



Zehn Jahre nach Beendigung seines Studiums zum Maschinenbautechniker stieg er nun in den Bereich Industriemodellbau ein und erwarb zu dieser Zeit eine kleine Tischdrehbank, die man auch als Drechselbank benutzen konnte. Er begann, Holz zu drehen, wie es ein Metalldreher machen würde. Mit Erfolg und Misserfolg. Die ersten Drechsler, denen er Jahre nach seinen Anfängen begegnete, waren Melvin Firmager und  Dave Regester. Firmager war ebenfalls Autodidakt und hatte eine Reihe von Spezialwerkzeugen zum Drechseln von Hohlgefäßen entwickelt. Dies löste bei Hromek jenen "aha Effekt" der Sorte „das-kann-man-also-auch-machen“ aus! Hin und wieder verkaufte er ein paar seiner spektakulären Gefäße und arbeitete nebenbei als Koch in einem lokalen Restaurant. Ein guter Grund, sich mit dem Material vor Ort auseinanderzusetzen und auf gute Ideen zu kommen. Zum Beispiel, wie eine gute Mühle funktionieren soll.



Seinerzeit bekam er eine Marken-Pfeffermühle geschenkt. Sie war so gut wie unbrauchbar und die spontane Idee, selbst eine Mühle zu gestalten, war die Folge – das sollte ihm als Drechsler, Feinmechaniker und Maschinenbauer doch möglich sein! Es war klar, dass es keinen Sinn machen würde, etwas herzustellen, was der Markt bereits in unzähligen Ausführungen feilbietet. Gute Gestaltung sollte gute Ergonomie und Haptik, gekoppelt an ausgefallene Optik, optimale Funktion sowie eine leichte und bequeme Handhabung beinhalten. Es brauchte jahrelange Entwicklungsarbeit, um all diese Anforderungen in seinen Pfeffer- und Salzmühlen zu vereinen. Heute ist jedes Stück ein Unikat und weitgehend handgefertigt. Hromek verwendet ausgefallene Hölzer und kann auch auf individuelle Kundenwünsche eingehen.



Haben Sie schon einmal eine Mühle aus wimmerwüchsigem Ahorn, Flieder, Mooreiche, Zwetschke, Walnuss oder Kirsche gesehen oder sogar in der Hand gehabt? Besonders edel sind Mühlen aus Ebenholz, Macassar, Amboina, Buchsbaum, Sucupira oder Rosenholz,  um nur einige zu nennen. Viele Jahre verwendete Hromek das Mahlwerk der Firma Stamatec, ein Geheimtipp unter Kennern der Materie – jetzt hat er sein eigenes, perfektes Mahlwerk entwickelt, das den Pfeffer nicht zermalmt, sondern zerschneidet und dabei unglaublich präzise und robust ist. Die Mahlwerke der Salzmühlen sind aus hochwertiger Keramik, härter als Stahl und korrodieren nicht. Ihre Zähne brauchen nicht scharf zu sein, denn sie sollen das Salz ja zermalmen. Alle übrigen Metallteile der Mahlwerke sind aus Edelstahl gefertigt.



Sie möchten Peter Hromek und seine Mühlen mal persönlich kennen lernen? Seine Kontaktdaten finden Sie unter www.salzundpfeffermuehlen.de und seine Frau, Ellen-Hoffmann-Hromek, wird im Sommer 2014 einen Kurs zum Thema ayurvedische Gewürzküche aus Kerala geben – natürlich mit den brandneuen Gewürzmühlen von Peter Hromek, die man hier in Aktion erleben kann!

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